Alnatura gewinnt

Das Goetheanum
06 Jan, 2012

Der Biolebensmittelhändler Alnatura wurde 2011 als nachhaltigstes Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner überreichte den Preis an Götz Rehn, den Gründer und Geschäftsführer von Alnatura.


Fotografin: Dorothee van Bömmel

In diesem Jahr hatten sich 670 Firmen um die Auszeichnung beworben. Die Jury begründet die Prämierung nicht nur mit dem Angebot von biologischen Lebensmitteln, sondern auch mit dem Engagement hinsichtlich der “Lösung von aktuellen Nachhaltigkeitsherausforderungen”.

Als Beispiele nennen die Juroren die Saatgut-Aktion mit Spenden an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft sowie eine Kampagne für mehr Vielfalt und gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Für den sozialen Bereich betonte die Jury, dass Alnatura Kindern ermögliche, das ökologische Gärtnern ganz praktisch zu erleben, und lobte die «konsequente Kundenorientierung».

Für Alnatura sei neben den klassischen drei Aspekten der Nachhaltigkeit noch eine vierte Dimension maßgeblich: die geistig-kulturelle Dimension, die dem ökologischen, sozialen und ökonomischen Handeln erst einen Sinn gibt. «Unser Denken bestimmt unser Handeln. Nur wer ganzheitlich denkt, kann die Welt nachhaltig gestalten», erläutert Rehn.

So biete Alnatura zum Beispiel Seminare und Vortragsreihen für die Mitarbeiter und Partner, Theaterworkshops für die Lehrlinge oder Besichtigungen von Biohöfen für die Kunden. Das Unternehmen, in dem aktuell 1660 Mitarbeiter und 140 Lehrlinge beschäftigt sind, wurde 1984 gegründet.

Gegenwärtig gibt es bundesweit 65 “Super Natur Märkte” in 38 Städten. Unter der Marke Alnatura werden außerdem über 1000 verschiedene Biolebensmittel produziert, die in den eigenen “Super Natur Märkten” sowie in rund 3200 Filialen verschiedener Handelspartner vertrieben werden.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 464 Millionen Euro und damit ein Plus von 16 Prozent zum Vorjahr.

Quelle: www.Alnatura.de