Ökonomie der Brüderlichkeit

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im Umgang mit Kaufen, Leihen, Schenken


Eine Ökonomie kann als brüderlich bezeichnet werden, wenn an jeder Stelle in dem ihr zugrundeliegenden Finanzkreislauf fortwährende Ausgewogenheit herrscht, das heisst: wenn beim Austauschen von Werten keiner ohne Zuspruch der Anderen sich bevorzugt, sich in eine Vormachtstellung bringt, andere zu seinem Vorteil arbeiten lässt. Das Hypomochlion, die Zunge an der Waage, an der diese Ausgewogenheit gesucht und gestaltet werden kann, ist da, wo in einem assoziativen Vorgang der jeweils richtige Preis ermittelt wird. Angesichts der drei im Finanzkreislauf auftretenden Geldarten können wir demnach sagen:

« Der richtige Preis » enthält nicht weniger, aber auch nicht mehr an Kaufgeld, als die produzierenden Arbeiter und die beteiligten Händler für sich und für die zu ihnen gehörenden Nichterwerbstätigen (Kinder, Studierende, Kranke, Arbeitslose, Alte etc.) anteilmässig an Lebensbedarf benötigen, bis ein gleiches Produkt neu hergestellt und zum Verkauf bereitgestellt ist.


« Der richtige Preis » enthält nicht weniger, aber auch nicht mehr an Leihgeld, als durch die Anwendung von Produktionsmitteln (Saatgut, Werkzeug, Maschinen, Liegenschaften etc.) an Mehrwert erzeugt und befristet dem Kapitalaustausch fur die Erneuerung und Weiterentwicklung der Produktionsmittel zugeführt werden soll.

« Der richtige Preis » enthält nicht weniger, aber auch nicht mehr an Schenkgeld, als aus dem befristeten Kapitalaustausch herausgenommen und den im produktionsunabhängigen, freien Kultur- und Geistes leben tätigen Arbeitern (Lehrer, Ärzte, Künstler, Priester etc.) à fonds perdu für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung gestellt werden soll, damit sie eine fruchtbare geistige Entwicklung der Menschheit fördern und entfalten können.

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